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Krimi – die Kunst der Deduktion – zum Lesen und Mitmachen

Ein Krimi hat seinen ganz besonderen Charme. Wenn sich auf Seite um Seite der Kriminalfall entspinnt, steigen der Adrenalinpegel des Lesers und die Spannung ins Unermessliche. Ales beginnt in der Regel mit einer Leiche. Jemand ist zu Tode gekommen,  in der Regel unter mysteriösen Umständen. In einer seltsamen Situation. Auf ungeklärte Weise. Alle Anwesenden sind ratlos – und natürlich alle unschuldig. Die Aufgabe des Detektiven ist es nun, Indizien zusammeln, zu recherchieren, Fragen zu stellen, zu beobachten und jedem auf die Nerven zu gehen.
 
Der Beweisaufnahme folgt die Phase der Schlussfolgerung, die Kunst der Deduktion, wie Sherlock Holmes es nennen würde. Dann setzt der Detektiv alle Puzzleteile und Schlussfolgerung im Kopf zu einem Bild zusammen. Das Ergebnis ist der Tathergang. Das Motiv. Und Schlussendlich führt der Weg der Deduktion dann direkt zum Täter. Diesen entlarvt der Detektiv schließloich in einem kunstvoll gestricken Monolog, in dem er alle Beweise präsentiert und die Hintergründe der Tat erläutert – und schließlich den Täter präsentiert, der sich beim klassichen Krimi unter den Anwesenden befindet.
 
Wer Krimis dieser Art liebt, denkt in der Regel an den klassischen, englischen Detektivkrimi, der von Edgar Allan Poe (Die Morde in der Rue Morgue) begründet und von Arthur Conan Doyle und seinem legendären exzentrischen Ermittler berühmt gemacht wurde. Agatha Christie führt den englischen Detektivkrimi dann mit ihren Ermittlern Miss Marple und Hercules Poirot entgültig in den Literaturhimmel ein. Der besondere Reiz dieser Krimiform liegt in dem oben beschriebenen Aufbau, der es dem Leser erlaubt, mitzuraten.
 
Jeder, der diese Krimis ließt, rät auf die eine oder andere Weise beim Lesen mit. Und die meisten Krimileser haben sich insgeheim schon mal gewünscht, auch an einer Ermittlung dieser Art teilhaben zu können. Zumindest im Spiel. Dies erklärt die Popularität von Brettspiele-Klassikern wie Cluedo – Wer erstach den Graf Eutin. Pen-and-Paper-Rollenspieler haben es gut: Sie können den Meister bitten, eine Detektivhandlung zu entwerfen, unabhängig davon, in welcher Welt das Abenteuer angesiedelt ist. Kriminalermittlungen dieser Art passen in jede Zeit und jede Welt – schließlich kommt es beim englischen Detektivkrimi nuir auf die Geistesleistung, die Holmesche Deduktion eben, an.
 
Neuheiten auf dem Krimi-Markt:
Simon Beckett, Verwesung
Nele Neuhaus, Wer Wind säht
Volker Klüpfel, Schutzpatron: Kluftingers neuer Fall
 
Comic
Fred Vargas, Im Zeichen des Widders
 
Hörspiel
Die drei Fragezeichen 146 – der Biss der Bestie

24.7.11 11:54

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